Rega


Wie alles begann
Seit mehr als 40 Jahren ist das britische, immer noch im Besitz von Firmengründer Roy Gandy befindliche Unternehmen bestrebt, höchst audiophile Komponenten zu einem bezahlbaren Preis zu entwickeln, und in England zu produzieren! Roy Gandy war schon immer ein begeisterter Musikliebhaber und ein technisch hochbegabter Tüftler. Schon mit dem Ersten, 1973 vorgestellten Produkt, dem Rega Planet wurden die bis heute gültigen technischen Grundlagen manifestiert!

Der Planet bringt das Rega Prinzip sehr deutlich auf den Punkt: Massereduktion wo möglich und sinnvoll, eine verwindungssteife und möglichst leichte Basis zur Aufnahme des Motors, des Plattentellerlagers und die Aufnahme des Tonarms. Der Plattenteller sollte wenig bis keine Energie speichern und sich trotzdem gleichmässig mit 33,3 Umdrehungen pro Minute um seine eigene Achse drehen. Es galt also durchaus vermeintlich gegenteilige technische Anforderungen miteinander zu verbinden - die nötige Schwungmasse für perfekten Gleichlauf und so wenig Masse für eine geringstmögliche Energiespeicherung.

Auf dem Rega Planet wurde der Acos Lustre Tonarm verwendet. Doch auch für diesen Punkt hatte Roy Gandy schon einige Ideen gesammelt. Ab 1975 erwarb Rega mit dem Planar 2 höchste Ehrungen seitens der internationalen Fachjournale und, auch der kommerzielle Durchbruch gelang dem immer noch kleinen Unternehmen. Schon zwei Jahre später legte das Rega Team mit dem Planar 3 den Grundstein für weiteres Wachstum.

Wer das Glück hatte, Roy Gandy einmal persönlich zu begegnen, wird nicht überrascht sein, das er sich mit dem bisher erreichten nicht zufrieden geben konnte, wollte! Bisher wurden alle Rega Plattenspieler mit japanischen oder dänischen Tonarmen bestückt, und das sollte sich im Jahre 1983 endlich ändern.

Fünf Jahre wurde über das Projekt eines hauseigenen Tonarms nachgedacht und nach einer zweijährigen intensiven Entwicklungszeit konnte endlich mit der Produktion der legendären RB 250 und RB 300 Tonarme begonnen werden. Diese Tonarme waren eine Sensation, aus einem Stück gefertigt und mit einer konisch geformten Armrohrgeometrie versehen. Mit diesem Statement hatte sich Rega quasi über Nacht in der ersten Liga internationaler Hersteller etabliert. Auch die aktuellen Tonarme verwenden nach wie vor die gleiche Armrohrgeometrie. Lediglich die Tonarmlager, die Schichtdicken (die Schichtdicke der Tonarmwand verändert sich vom Lager zur Headshell), die Oberflächenbeschichtung des Tonarms und die Inenverkabelung wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte immer wieder verfeinert.